Exit

Die Vision einer Symphonie: Nach der Neunten Beethoven erschien eine Steigerung in der Symphonik kaum mehr vorstellbar, nahezu übermenschlich. Bruckner, als Kirchenmusiker bereits etabliert, legte 1871/72 in einem ersten „Wurf“ seiner Zweiten mit mehr als 2000 Takten seinen ureigenen Prototypen der Großen Sinfonie vor.

Doch bereits vor der Uraufführung 1876 kürzt der Meister selbst den musikalischen Traum radikal, „um das Publikum nicht zu überfordern.“ Im Lebensweg der Zweiten Bruckner paaren sich somit bis heute manche charakteristischen Aspekte von Bruckners Leben und Schaffen: Kühne Vision mit anpassungsfähigem Pragmatismus, Originalität und Autonomie mit kompromissbereiter Beeinflussbarkeit, Kompositorische Reife und Selbstsicherheit mit ambivalenter Umarbeitungs-Wut.

Bruckners Zweite wird heute zumeist in ihren zahlreichen späteren Versionen aufgeführt. Das Notenmaterial der allerersten „ungehörten“ Fassung liegt im Archiv des Stiftes Sankt Florian. Der bedeutende Bruckner-Forscher William Carragan hat daraus Bruckners erste unangetastete “Vision” rekonstruiert.

Diese Ur-Version dirigiert Rémy Ballot am 23. August 2019 bei den 21. Brucknertagen in der Stiftsbasilika St. Florian und setzt damit den preisgekrönt Bruckner-Zyklus fort. Es spielt das Altomonte Festivalorchester.

Als Teil der laufenden Bruckner-Gesamtaufnahme wird auch dieses Konzert live für den CD-Release beim Wiener Label Gramola mitgeschnitten und zum dritten Male nach 2017 & 2018 als Virtual Reality-Konzertfilm produziert.

Mehr Informationen:
www.brucknertage.at
www.altomonteorchester.at
www.gramola.at
www.bellevuevirtualmedia.com

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